Football Friday - Die Sicherheit bei der EM in Frankreich

17 Juni 2016 /

Eigentlich wollte ich mich zu dem Thema Sicherheit in Frankreich nicht äußern. Vor keinem Turnier wurde so intensiv über die Arbeit der Sicherheitskräfte, Polizisten und Ordner geredet. Die Übungseinheiten wurden von allen Seiten beleuchtet. Jeder wusste, wie gut die Verantwortlichen vorbereitet sind. Oder seien sollten.

Ich schreibe diesen Post aus zwei Gründen. Grund Nummer eins ist, dass ich beunruhigt bin. Denn eines ist sicher, wenn ein paar angetrunkene Fußballfans einen Haufen Bengalos und sonstige Böller durch die Sicherheitskontrolle bekommen können, dann könnten die Chancen für einen Attentäter nicht so viel schlechter stehen. Aber hinzu kommt, und das ist Grund Nummer zwei, die Gefahr geht von innen aus. Nicht der IS sorgt für die negativen Schlagzeilen dieser EM. Es sind die eigenen Leute, Fans. Statt einem fröhlichen Fußballfest dominieren grauenvolle Bilder die Medien. Die russische Nationalmannschaft musste kurzzeitig mit einer Disqualifikation aufgrund von prügelnden Fans rechnen. Deutsche Fans waren für die (ausländische) Sender besonders dank einem Haufen Nazis präsent. Vor weniger als einer Stunde warfen kroatische Fans bei einer 1:2 Führung ihres Teams Bengalos aufs Spielfeld und begannen dann sich gegenseitig zu bekämpfen. Das Spiel endete 2:2. Die kroatischen Spieler waren sichtlich angesäuert. Ich auch. Ein großes Turnier soll Nationen und Menschen zusammenbringen. Denn Fußball verbindet Menschen. Zumindest im Normalfall.

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