Dear Basti

13 Juli 2015 / Kommentieren

Lieber Basti,


ich kann es immer noch nicht ganz fassen. Einige Zeit hatte es sich abgezeichnet. Spätestens Freitag wurde es dann konkret:
Du gehst.
Nach 17 Jahren beim FC Bayern München verlässt du diesen Verein und wechselst du Manchester United.

Ja, ich gönne es dir. Ich weiß, dass du schon immer in England spielen wolltest und auch, dass du mit Manchester United sympathisierst. Nach so vielen Jahren Vereinstreue wollen wir dich gehen lassen - wirklich ! - aber es fällt schwer.
Du bist doch unser Fußballgott.

Ich habe viele Snaps von weinenden Fans erhalten und ja, auch ich habe geweint. Ich bin kein besonders emotionaler Mensch, doch dein Weggang tut einfach weh. Es fühlt sich an als hätte man nicht nur dem Verein, sondern auch mir das Herz ausgerissen.
Mit dir geht ein Stück FC Bayern. Du bist eine Legende und für viele die Identifikationsfigur. Wir haben gemeinsam Hochs erlebt. Viele Meisterschaften und DFB-Pokalsiege gefeiert. Wir haben die Champions League gewonnen und mit ihr das historische Triple. Du bist mit dieser Nation Weltmeister geworden und das alles obwohl deine Karriere nicht nur durch gute Zeiten geprägt war.
Sollte ich jemals versuchen jemandem den Spieler Schweinsteiger zu erklären, bräuchte ich dafür nicht weit ausholen. Ein Blick aufs WM-Finale und ein Schnelldurchlauf vom Drama dahoam bis zum Sieg von Wembley würde genügen, um dich zu charakterisieren.
Du bist ein Kämpfer.
Trotz Verletzungen, trotz fieser Pressestimmen und Formtiefs, bist du immer wiedergekommen und hast am Ende alles gewonnen. Du warst immer einer von uns. Genau deshalb fällt es uns so schwer dich gehen zu lassen. Wir wollen es, wirklich, denn wir gönnen dir diesen letzten Karriereschritt. Aber wie sollen wir damit umgehen? Wir können uns an einen FC Bayern ohne Bastian Schweinsteiger gar nicht mehr erinnern. Wir haben dir stehts den Rücken gestärkt und nun scheinst du uns diesen zuzukehren. Aber das ist falsch!
Eigentlich läufst du rückwärts und lächelst uns dabei an. Eigentlich holst du nur Anlauf, um dann, in einigen Jahren, zurückzukehren.
Mit voller Wucht.
Wir warten auf dich.

#MiaSanMiaForever

Anneke ♥

Football Friday: Kurt Landauer - Geschichte und Fußball

10 Juli 2015 / Kommentieren

Eigentlich ist die Geschichte von Kurt Landauer zu beeindruckend und wichtig, um vergessen zu werden. Im Normalfall würde kein Verein der Welt diese Geschichte verschwinden lassen, doch im und nach dem zweiten Weltkrieg war die Situation in Deutschland vieles, doch ganz bestimmt nicht normal.

Kurt Landauer war einst Präsident des FC Bayern Münchens. Bereits als sehr junger Mann erlangte er hohe Posten im Verein. Fußball, das war für Landauer mehr als ein Sport. In einer Zeit in der diese Sportart vieles, aber ganz bestimmt nicht populär war, hielt er sie für das tollste der Welt. Als Präsident setzte er sich für internationale Spiele und bezahlten Fußball ein. Er wollte mehr als nur den gängigen Amateurfußball, den es in Deutschland gab. Britische Internatsschüler in der Schweiz gaben ihm, während seiner Ausbildung dort, diesen Gedanken mit. Lange wirkte er erfolgreich im Verein. Unter ihm holte der heutige Rekordmeister seine erste Meisterschaft und machte erste Schritte zu Professionalität.

Nur ein Jahr nach dem ersten großen Titel, im März 1933, trat Kurt Landauer von seinem Amt als Präsident zurück. Lange hatte der Verein an ihm festgehalten und würde es auch noch eine Weile tun, doch es gab für den Juden Landauer keine Möglichkeit mehr in dieser Position zu agieren.
Im Rahmen des Reichsprogrom wurde er festgenommen und in das KZ Dachau deportiert. Nach 33 Tagen der Misshandlung durfte er das Lager mit einem Ausreisebefehl wieder verlassen. Es folgten 8 Jahre in der Schweiz.

Nach Kriegsende kehrte er nach München zurück. Geplant war eine Weiterreise in die USA, doch seine Liebe zum FC Bayern München machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Bereits Mitte 1947 war Kurt Landauer wieder Präsident "seines" Vereins und verschaffte diesem in dieser Funktion das noch heute genutzte Vereinsgelände an der Säbener Straße. Auch nach dem Bruch 1951 unterstütze er den Verein weiterhin.

 "Fußball ist ein Sport der verbindet"

Kurt Landauer ist ein Symbol für Vereinsliebe, doch besonders ein Zeichen dafür, was Diskriminierung anrichten kann. Fußball ist ein Sport der verbindet, das hat auch er früh bemerkt, deshalb sollten wir die Chance, die diese Art der Verbindung schafft, nutzen.

Dich interessiert das Leben und Wirken von Kurt Landauer? Vielleicht hast du ja Lust meine Facharbeit zu dem Thema zu lesen. Hier kannst du sie runterladen.


Frankfurt - Silberturm

08 Juli 2015 / Kommentieren












Bereits vor meiner kleinen Blog-Pause war ich ein verlängertes Wochenende in Frankfurt am Main. Gemeinsam mit meiner Schwester, meiner Mama und ihrem Freund habe ich die Stadt ein weiteres Mal besucht und wieder einige neue Eindrücke gewonnen. Am ersten Tag waren wir gemeinsam mit unserem Bekannten im Silberturm. So wird das Gebäude der Deutschen Bahn genannt. Es handelt sich dabei um ein wirklich imposantes Bürogebäude mit tollem Ausblick. Zuerst führte uns ein Mitarbeiter durch das Gebäude, dann übernahm unser Bekannte, der selbst dort arbeitet. Falls du mal in Frankfurt bist und einen tollen Ausblick willst, dann geh einfach mal rein in den Turm. Du solltest allerdings beachten, dass man die Schwingungen des Gebäudes sehr stark spürt, also nicht wundern.